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Transeuropalauf

  TransEuropalauf - Das ganz besondere Abenteuer

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   Bereits 64 Tage vergangen - noch 0 Tage bis Moskau
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Trans Europa Lauf 2003

Zwei Etappen als Gastläufer beim Trans-Europa-Lauf

Rainer Wachsmann, Juni 2003

Schon vor mehreren Monaten erhielt ich die Information, dass am 19.04.2003 der härteste Lauf der Welt starten sollte: nonstop von Lissabon nach Moskau. Die durchschnittliche Tagesetappe beläuft sich auf 78 km. Am 21.06.2003 soll der Zieleinlauf im Rahmen einer großen Veranstaltung in Moskau sein. Nichts für mich, dachte ich. Dann aber erfuhr ich kurzfristig, dass für einzelne Etappen gegen Zahlung einer Startgebühr von 45,-€ auch Gastläufer zugelassen seien.

Schnell die Erlaubnis meiner Frau abgeholt und schon durfte ich an zwei Etappen teilnehmen. Am 17.05. wurde ich von einem anderen Gastläufer (ein Pastor aus Bremen) abgeholt und es ging in Richtung Belgien, nach Waimes (am Rande der Ardennen). In einem kleinen Sportlerheim trafen wir die Läufer. Von den ehemals 44 gestarteten waren noch 23 in der offiziellen Wertung. Die Läufer kamen aus Deutschland, Japan, USA, Finnland, Holland, Schweiz, Slowakei und Italien. Einige mir bekannter Läufer konnte ich bei einem tollen Abendessen begrüßen, zu dem uns der Sponsor Bayer eingeladen hatte.

Am nächsten Morgen um 6.00 h stand eine besonders schöne Etappe an: 62 km von Belgien in die Ruhreifel durch Monschau hindurch nach Vettweis. Bei der Grenzüberschreitung nach Deutschland umarmten sich die anderen Läufer, denn ein neues Land stand zur Durchquerung an. Besonders liebevoll war die Unterstützung der einheimischen Läufer dieser Region, denn sie waren für die Verpflegung zuständig und feuerten uns alle kräftig an. Ca. 15 km vor dem Zieleinlauf erreichte mich ein einheimischer Läufer. Er wäre gerade bei seinem Trainingslauf und er wollte mir Gesellschaft für einige km leisten. Wir verstanden uns prächtig, so begleitete er mich bis zum Zieleinlauf komplett. Erwähnenswert war das große Medieninteresse, so war z.B. der WDR war mit einem Kamerateam da (fürs Morgenmagazin im TV), das für mehrere Tage bei uns bleiben sollte.

Nach einer Nacht in einer Turnhalle ging es um 6.00 h für 86 km nach Witzhelden (Nähe Solingen). Beim Laufen in Richtung Köln wurden wir von vielen Autofahrern mit Handzeichen oder mit Hupen begrüßt. Die Verpflegungsstellen übernahmen wieder einheimische Läufer oder Laufkameraden der Etappenläufer, die zu Besuch waren. In Köln liefen wir in die Europaschule hinein. Viele Schüler gaben uns dort einen tosenden Applaus. Ein Lehrer machte Interviews mit den Etappenläufern. Ich lief an diesem Tag mit Franz, einem erfahrenen Unterläufer aus der Region Bodensee. Wir plauderten über Laufveranstaltungen und über das Leben im allgemeinen. Später liefen wir am Rheinufer für einige km, dann passierten wir die Konzernzentrale von Bayer. In Witzhelden, einem Heimatort eines Etappenläufers, wurde uns ein begeisterter Empfang bereitet.

Fazit: Die drei Tage waren schöner als erwartet. Ich habe einige alte Bekannte wieder getroffen und neue Bekanntschaften gemacht. Die Gastläufer wurden sehr schnell in die Gruppe der Etappenläufer integriert. Auch zu den aus der offiziellen Wertung herausgefallenen Läufer hatte ich guten Kontakt. Einige der Läufer verliessen die Truppe schnell nach ihrer Aufgabe, andere blieben. So z.B. Don aus den USA, der immer bester Laune war. Nachdem er aufgrund von Blasen an den Füssen erstmals pausieren musste, erklärte er sich selbst als „Urlaubsläufer“: zwei Tage laufen, einen Tag pausieren. Er weiß: Es ist alles eine Frage der Einstellung, wie man mit den Dingen umgeht. Erwähnen möchte ich noch einen anderen Läufer, der „nur“ ca. 20 Etappen laufen wollte. Er fand ihn seiner Heimatstadt Sponsoren, die ihm für jeden km einen € spenden wollten. Andere Sponsoren legten noch etwas drauf, so das ein Betrag von 2.800,-€ sicherlich für den Kinderschutzbund zustande gekommen sein wird.

© Rainer Wachsmann, 03. Juni 2003



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4586 Zugriffe seit dem 03.06.2003, © Stephan Isringhausen

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