Zufälliges Zitat

"Wenn du laufen willst, lauf eine Meile, wenn du eine andere Welt kennenlernen willst, lauf einen Marathon."

Emil "Lokomotive" Zatopek (1922-2000)

Nächster Ultramarathon

Alle zeigen - Bericht von Jürgen Köllner zum 1. Lausitzer Marathon-Triple / Double:
Jürgen Köllner , 22.04.2005

3 days 3 Marathons

Es gibt sie noch, die Marathonausrichter mit neuen, originellen Ideen, die einer ‚Erholungsregion’ dann eventuell auch mehr Urlauber beschert.
Ich spreche vom Spreewaldmarathon, dessen Veranstalter schon im letzten Jahr durch vielerlei Aktivitäten auf sich aufmerksam gemacht haben. Siehe hierzu auch: http://spreewaldmarathon.de/

Dieses Jahr kam als neues ‚Schmankerl’ der Dreifachmarathon "3 days 3 Marathons" hinzu.
Angeboten wurde an allen 3 Tagen ebenfalls je ein Halbmarathon. Bestens organisiert und durchgeführt wurde dies von Marcel Heinig und seinen Helfern. Marcel selbst lief auch alle drei Marathons mit.

Gemeldet waren zu diesem Triple 50 Teilnehmer, angetreten sind davon 43 und 34 Teilnehmer haben alle Läufe beendet.

Der erste Lauf wurde am Freitag, dem 15.4.05 um 15:00 Uhr auf der Radrennbahn in Cottbus durchgeführt. Bei guten Wetterbedingungen – spielte in diesem Fall keine große Rolle, da die 300 Meter Runde überdacht war – starteten die Läufer zu ihren 134,5 Runden.

Die Presse lies sich dieses ungewöhnliche Spektakel nicht entgehen. Sowohl die Lausitzer Rundschau als auch Lausitz TV waren vor Ort.

Bei den Damen führte Ute Wollenberg (3:41:35) vor Tanja Goile (3:43:15) und Rosemarie von Kocemba (4:40:32).
René Strosny erreichte nach 2:59:00 als erster der Männer das Ziel. Tadeusz Ruta (3:09:38) und Eberhard Bergner (3:21:05) liefen nach ihm aufs Treppchen.

Der zweite Lauf fand im Rahmen des Biosphärenhalbmarathons in Lübbenau statt. Die Marathonläufer liefen die landschaftlich sehr schöne Runde zweimal. Aus der Erfahrung des Vorjahres – da war es sehr heiß und Teilnehmer klagten über zu wenig Versorgungsstellen – hatten die Veranstalter gelernt und dieses Jahr gab es reichlich Versorgungsstellen. Die Marathonläufer starteten 1,5 Stunden vor den Halbmarathonis bei angenehmen Temperaturen (ca. 14 Grad) und leichter Bewölkung. Im zweiten Durchgang war wolkenloser Himmel und die Temperaturen stiegen für einige doch schon zu stark an. Da die Wege aber überwiegend von Bäumen beschattet waren, lief es sich doch ohne Probleme. Bis auf eine ca. 3 km lange Strecke über Betonplatten - das Gelände ist recht sumpfig – geht es auf überwiegend Naturwegen durch eine herrliche Auen- Fluss- und Waldlandschaft. Einziger Nachteil eines solchen Naturmarathons: wird ein Weg nur mit Ästen als nicht zu belaufen abgesperrt, kann dies von Läufern fälschlicherweise auch als natürliches und deswegen nicht zu beachtendes Zeichen interpretiert werden. Kurz gesagt: einige Läufer haben den falschen Weg genommen und so liefen sie einen mehr oder weniger langen Umweg. Dies führte bei der Frauenwertung zu Verwerfungen:
Erste Bärbel Krapp (4:31:33) gefolgt von Ute Wollenberg und Tanja Goile.
Bei den Herren siegte wie am Vortag überlegen René Strosny in 3:07:43 vor Tadeusz Ruta und Eberhard Bergner.

Am Sonntag startete der eigentliche Spreewaldmarathon in Burg. Die zweimal zu durchlaufende Halbmarathonrunde verläuft durchgehend auf Asphalt. Die Landschaft ist weitläufiger als zwischen den Fliesen am Samstag. Durch Wiesen, Felder, kleine Gehöfte und an großen Storchennestern vorbei war es eine abwechslungsreiche und schön zu laufende Strecke. Zu Beginn war das Feld noch sehr geschlossen, aber nach einem Kilometer konnte man schon frei laufen. In der zweiten Runde zog sich das Feld schon sehr auseinander und auch die Sonne kam wieder stärker durch die leichte Bewölkung. Die vielen Verpflegungsstellen und ein leichter Wind standen einer Überhitzung entgegen. Stephan Freigang, einer der Mitorganisatoren beim Spreewaldmarathon, stand selbst an einer Verpflegungsstelle und reichte den Läufern das Wasser.
Als ich ihn nach dem Lauf zufällig wieder traf, äußerte er sich ganz begeistert über diese für ihn neue Erfahrung beim Marathon laufen.
Im Zielgelände herrschte ausgelassene ‚Volksfeststimmung’ und die originellen Gurkenmedaillen wurden begeistert entgegengenommen.

Mit insgesamt 5238 Anmeldungen erreichten die Organisatoren ein neues Rekordergebnis.

Im Gegensatz zu den meisten anderen Marathonveranstaltungen gibt es bei allen Events im Spreewald zusätzlich leckeren Kuchen im Verpflegungsangebot. (Bäckerei auf der HP als Sponsor vermerkt)

Am letzten Tag siegte Ute Wollenberg (3:54:48) vor Tanja Goile und Bärbel Krapp bei den ‚Mehrfachläuferinnen’ und bei den Männern wurde die Überlegenheit von René Strosny vor Eberhard Bergner und Tadeusz Ruta deutlich bestätigt.

Hervorzuheben bleibt noch, dass René Strosny mit seiner Zeit von 2:55:46 Gesamt Sechster und erster Deutscher des Spreewaldmarathons wurde.

Die Gesamtzeiten der ersten drei Frauen und Männer für die 3 Marathons sind:

Ute Wollenberg 12:13:13, Tanja Goile 12:18:58, Rosemarie von Kocemba 14:53:08
René Strosny 9:02:29, Tadeusz Ruta 9:45:07, Eberhard Bergner 10:35:59

Lohn der Anstrengung war für jeden eine Spreelaufgurke pro Marathon. Für den 1. Marathon gab es diese in Bronze, dann in Silber und zum Schluss in Gold.
Alle, die mehr als 63,3 km gelaufen waren, erhielten noch einen Pokal.






© Jürgen Köllner, 22.04.2005

Weitere Info's und Berichte zum Lauf:


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