Zufälliges Zitat

"Mensch, Jens! Ich habe Frau und Kinder! Was tust du mir hier an?!?"

Rainer Wachsmann zum Veranstalter Jens Vieler bei der T

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Alle zeigen - Bericht von Wolfgang Sacher zum 60 km-Ultramarathon in Euerbach bei Schweinfurt:
Wolfgang Sacher , 07.08.2006

Ultra Marathon Euerbach 2006

Das letzte Mal,
aus und vorbei,
eine Ära geht zu Ende.

So und ähnlich stand es im Internet, was sollte das uns sagen?

Eigentlich suchte ich nur ein paar Trainingsläufe, um langsam wieder in Tritt zu kommen, nach dem ich im April bei den Deutschen Meisterschaften im 100 Km Lauf in Rodenbach nach 50 Kilometer wegen einer Leistenzerrung abbrechen musste.
Meine Verletzung scheint sich so langsam auszukurieren und mein Innerstes wurde langsam wieder unruhig, denn ich wollte in diesem Jahr doch noch einen 100 Km-Lauf bestehen.
Also schaute ich mich im Internet um, was es denn für Möglichkeiten für mich noch geben würde.
Dabei stieß ich auf den Euerbacher Lauf, den Laufkollegen vom RLT Rodgau im letzten Jahr als Vorbereitung, zur 100 Km Deutschen Meisterschaft in Leipzig nutzten. So konnte also dieser Lauf bestimmt nicht der schlechteste sein.
Ein Blick auf die Karte sagte mir, Euerbach ist bei Schweinfurt also konnte man noch morgens zum Lauf hinfahren.
Sonntag 9.Juli, ………….es ging schon Klasse los.
Morgens verschlafen, Bad, Frühstück, na ja alles was man sonst so vor einem Lauf so macht, alles in „Turbozeit“.
OK, die BAB war fast frei, zum Glück, sonst wäre gar nichts mehr gegangen. Von der Autobahn runter und …..
Kein Straßenschild zeigt nach EUERBACH, obwohl es direkt an der BAB liegt. Also nach links dem Gespür nach, nach ein paar Kilometer stand fest, es war die verkehrte Richtung. Also zurück bis zur BAB, dann eben nach rechts. Die Zeit war schon soweit vorangegangen, es müsste gleich der Start sein. Endlich, Euerbach war zu sehen, die ersten Läufer gesichtet, aber alle schon in Eile. So nah wie möglich das Auto abgestellt, zur Anmeldung gerannt, es waren bis zum Start noch fünf Minuten. 7.25 Uhr die Anmeldung klappte noch, jetzt die Startnummer schnell noch fest machen, die Laufschuhe anziehen und …… Toilette, Einschmieren usw. alles vergessen. Zum Start gerannt, dort angekommen, aha der Bürgermeister sprach noch ein paar Worte und los ging es.
Die erste Runde locker angehen dachte ich mir, 60 Km da hab ich noch etwas Zeit um mir Alles anzusehen. Die ersten Gespräche mit anderen Läufern sagten mir dann, elf Runden mit ein paar Highlights pro Runde.
Was hatte ich mir da ausgesucht?
Die Läufer um mich sprachen von Klagemauer, Golanhöhen usw., wo war ich den da hingeraten?
Nach der Einführungsrunde die sich vom Streckenprofil und dem Verlauf etwas anders zeigte, wegen dem Kilometerausgleich zur Gesamtstrecke, waren wir dann in den schon angesprochenen elf Runden angelangt. Und schon sah ich das Spektakel, die großflächig angelegte, cirka fünf Kilometer lange Runde war sehr gut einzusehen. Kein Baum, kein Strauch ( fast ), alles war Feldbereich. Die ersten Runden waren dann doch noch ab und zu mit etwas Schatten. Aber mit der Zeit kam die Sonne mächtig.
Ein welliger langer Anstieg war als Vorbereiter für die Klagemauer. Ein Gehöft mit einer langen Abschlussmauer am Weg entlang der zu bewältigen war. Hier war eine Verpflegungsstelle eingerichtet ( zum Klagen ), kurz vor den gefürchteten Golanhöhen, die, wie kann es schon anders sein, ein Höhenprofil hatte, vergleichbar wie der Anstieg von der Offenbacher Rosenhöhe. Von unten am Fechtclub bis hoch an den Lauftreff. Aber auf ganz kurzer Länge.
Hier waren jetzt Bergqualitäten gefordert, nicht in den ersten Runden, aber so ab der fünften, sechsten Runde wurde der Anstieg seinem Namen gerecht. Und alles bei schönstem Sommerwetter.
Die Runden vergingen aber der Respekt vor den Golanhöhen wurde immer Größer, ich wollte ja ein Aufbautraining und kein Abbautraining hier absolvieren. So habe ich die letzten drei Runden benutzt um mich an dem Hügel nicht mehr auszutoben und ich ging ihn dann nach oben, sicher ist sicher. Meine Zeitvorgabe hatte ich sowieso eingehalten, geplant war ein 6 Minutenschnitt auf den Kilometer, den ich locker eingehalten hatte. In der letzten Runde konnte ich auch wieder einen Läufer entdecken der mir ganz am Anfang des Laufes wie ich ein Bedürfnis erledigen müsste noch lächeln sagte, das ich jetzt die „Rote Laterne „ hätte. Das hatte mich noch zusätzlich motiviert nicht nur wieder den Anschluss herzustellen sondern das Feld von hinten aufzurollen. Etwas ist es mir ja gelungen den von 50 StarterInnen und 20 PaarlaufstarterInnen hatte ich mich so langsam auf den 21. Platz vorgelaufen. Ulrich der Laternenübergeber war aber dann doch noch 40 Sekunden vor mir auf dem 20 Platz.
Mit dem Ergebnis konnte ich aber den Umständen entsprechend zufrieden sein.
Platz 21 Gesamt, Platz 3 in der AK mit einer Zeit von 6:00:53 Stunden. Der Sieger Michael Baunach DJK Schweinfurt Jg 1974 war in 4:21:29 Stunden und die Siegerin Simone Stöppler SSC Hanau-Rodenbach Jg 1964 war in 5:04:20 Stunden erfolgreich.
Leid tat mir die ganze Zeit nur Moni, sie wollte nicht die 60zig Laufen (na klar, blöde Idee) aber in dem Städtchen Eurerbach war natürlich mit Schopping und so, wenig los, außer der Sonne, die war immer da. Dem Veranstalter kann man auf ganzer Linie nur ein Lob aussprechen, alles OK. Auf der Strecke ca. alle 1,5 Kilometer eine Verpflegungsstellen mit Stimmung, im Start Zielbereich Bier umsonst, auch die Verpflegung war toll, Kuchen und Kaffee gab es für eine freiwillige Spende.

Schade dass dies die letzte Veranstaltung dieser Art sein sollte.


Wolfgang Sacher


Eintrag ins Gästebuch vom Euerbacher Verein


Wolfgang Sacher

10.07.2006 14:43

Hallo an das Orga Team
Danke an Euch alle
War ein toller Lauf
" Mann " kann euch nur loben
sogar die Sonne habt ihr bestellt, toll
einen Hinweis für den Bürgermeister hätte ich aber - der Name Euerbach sollte schon einmal auf den Hinweisschildern nach der BAB auftauchen!
Schade das dies der letzte Lauf war, habe leider zu spät davon erfahren.
Mit sportlichem Gruß
Wolfgang




© Wolfgang Sacher, 07.08.2006

Weitere Info's und Berichte zum Lauf:


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