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"Mensch, Jens! Ich habe Frau und Kinder! Was tust du mir hier an?!?"

Rainer Wachsmann zum Veranstalter Jens Vieler bei der T

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Alle zeigen - Bericht von Wolfgang Sacher zum Brüder Grimm Lauf:
Wolfgang Sacher , 08.07.2007

BGL 2007

Brüder Grimms Märchen und die Jäger
BGL 2007

Die Jäger sind da!
So klang es im Walde zwischen Hanau und Steinau.
Der Ruf kam aus Offenbach, woher sonst!

Kult und Tradition so spricht man vom Brüder Grimm Lauf.
3 Tage mit 5 Etappen sind zu bewältigen.

1. Rotkäppchen Etappe Hanau bis Niederrodenbach ca. 15,5 km.
2. Dornröschen Etappe Niederrodenbach bis Neuenhaßlau ca. 14 km.
3. Schneewittchen Etappe Neuenhaßlau bis Gelnhausen ca. 16 km.
4. Frau Holle Etappe Gelnhausen bis Bad Orb ca. 17,5 km.
5. Hänsel und Gretel Etappe Bad Orb bis Steinau ca. 18 km.

Dieses Jahr sollte als erstes Ziel für mich der „ Brüder Grimm Lauf „ sein, nach dem mich Diethelm schon im vergangenem Jahr darauf angesprochen hatte, hier einmal mitzulaufen.
Gut sagte ich mir „ einpaarundachtzig „ Kilometer das kann man im Vorfeld schon einmal riskieren, um noch im Herbst einen „ Hunderter „ zu laufen.

Also früh angemeldet und das Training darauf etwas abgestellt,
d.h. bei mir nicht auf 6Min/km sondern etwas zügiger die Sache angehen lassen.
Und schon waren die Probleme im Anmarsch, schneller wie mein
„ Tretmichnichtsoschnelltempo „
ist für mich schwer zu bewältigen.
Für Diethelm war das überhaupt kein Thema, bei jedem Training ( Mittwochs, auf der Rosenhöhe ) ist er schneller geworden, wie auch die anderen Vereinskollegen.
Auch eine neue Variante kam mit Roger Winterott im Training auf, man sprach über ihn, d.h. über seinen Trainingsumfang. Kilometer für Kilometer mit und ohne Fahrrad spulte er ab.
Also war der BGL ständig ein Thema und die Mannschaft des OLC entwickelte sich auch namentlich zu einer soliden Grundlage.
Aber die Entwicklung überrollte unser Engagement.
Es war schon lange der Wunsch aus Offenbacher Sicht, die heimlichen Könige des Laufes in der Mannschaftswertung, die SGA Yetis von der ersten Position zu entthronen.
Die LG Offenbach wie auch der Offenbacher LC waren alleine noch nicht in der Lage gewesen hier starke Akzente zu setzen. Der Wunsch formte eine neue Mannschaft die auch in der Lage sein könnte hier Werte zu setzen.
Die Offenbacher Yeti Jäger waren geboren.

Jetzt kam Spannung auf, nicht nur in der Einzelwertung, wo die bekannten Namen wie Uli Amborn, Frank Stephan, Björn Kuttich ihre Chancen auf das begehrte Treppchen wahrnehmen wollten, sondern auch in der Mannschaftswertung könnte Bewegung aufkommen.

Die YetiJäger waren auch im Ersatzbereich bestens bestückt,
Thomas Wedi, Diethelm Kuttich, Wolfgang Reuter, Michael Feind, Siefried Kühn sowie die letztjährige Überraschung Wolfgang Wegert. Neu kam hinzu: Roger Winterott, ein unbeschriebenes Blatt.
Der Frauenbereich ist mit Ursula Stoll, Anja Kuttich wie auch Christiane Wedi klein aber fein.
Ach ja ich wollte ja auch noch dabei sein.

Das Ziel war klar das Ergebnis noch offen.

Für mich war es schon am Anfang etwas ungewohnt, nicht der erste Start in Hanau, sondern eben ein mehrere Tage dauernder Etappenlauf, d.h. man muss sich immer wieder neu für den Start motivieren, kurz nachdem man eigentlich schon im Ziel war.

Der Start in Hanau Freitagnachmittag, ca. 35° C im Schatten und im Gedächtnis noch Diethelms warnende Worte, „am Anfang rennen alle wie verrückt los und bei
den nächsten Etappen muss man dann dafür „bluten“. Also war für mich klar langsam „angehen“ und steigern. Max. 5 Min/km, mehr wollte ich (und konnte ich nicht) rausholen. Eigentlich laufe ich gerne in der Sonne, hatte aber bei einer Verpflegungsstelle kein Glück und musste ohne Getränk weiterlaufen.
Dadurch kam ich etwas aus meinem Trott, doch im Ziel war ich mit mir und natürlich mit den anderen Jägern zufrieden. Sekunden waren der Rückstand auf die erste Yeti-Mannschaft. Also noch alles im grünen Bereich. Nachdem der Startort für
Samstag früh noch einmal bestätigt wurde, fuhr ich nach Hause, um mich für den nächsten Start zu motivieren.
Samstag früh Start in Niederrodenbach. Kopf, Beine, alles O.K., aber die Worte von
Diethelm noch im Kopf, nicht zu schnell, es wird alles noch anstrengender. So hatte ich mir vorgenommen 5 Min/km, es wird schon klappen, denn als Gesamtzeit wollte ich unter 7 Stunden bleiben
(Wunsch – in einer der 3 Yeti-Jäger-Männermannschaften auch namentlich genannt zu werden).
Gemeldet waren 11 Jäger. So hatte ich natürlich die größte Auswahl, wen ich aus der letzten Yeti-Jäger-Mannschaft ersetzen wollte. Denn alle anderen waren schneller im Laufen als ich. Eine kleine Chance blieb mir noch, die von Diethelm besagten Etappen 3, 4 und 5. Hier gab es ein paar Hügel mit besonderer Note.
Im Ziel der 2. Etappe in Neuenhaßlau war ich mit mir zufrieden und mit den anderen Jägern, trotz einer etwas größeren Zeitdifferenz zur Yeti-Mannschaft, auch. Fahrzeugüberführung nach Gelnhausen, Rückfahrt zum Start nach
Neuenhaßlau, alles muss zwischen dem Zieleinlauf und dem nächsten Start noch erledigt werden. Essen, Trinken und wieder neu motivieren, na ja, da fehlt mir die Übung (Erfahrung).
Nachdem Start der 3. Etappe hatte ich mir beim Laufen dann vorgenommen den einen oder anderen Jäger am Berg einzuholen (überholen). Gesehen habe ich mehrere Jäger, eingeholt fast bis zum Greifen war ich an sie heran gelaufen. Aber leider nur fast, Luft raus? Überschätzt? Macht sich jetzt bemerkbar, dass ich nur einmal in Lorsbach trainiert hatte!
Oh, alter Soldat, jetzt kommt der Luser.
Jäger wollte ich sein und jetzt!
O.K., vielleicht nicht der richtige Tag, mal sehen was der Morgen bringt.
Samstagabend in der Stadthalle von Gelnhausen. Nudeln satt, hier wusste die Erfahrung der OLC- Teilnehmer keine Grenzen.
Wo, welcher Tisch, wie Getränke bestellen, alles war im Griff, die OLC- Orga funktionierte.
Der kulturelle Teil des Abends hatte aber zwei Seiten, eine imposante Vorstellung von jungen Kampfkünstlern der brasilianischen Caporeia- Kunst und eine Lady namens Tracy (hier wäre der Vortag besser in einem Altenheim gewesen). Zum Schluss jedoch eine Gutenacht-Geschichte zum Nachdenken von Jochen Heringshaus. Über 4 Brüder und deren erlernte Künste.
Danach hatte ich mir ein Schlaflager im Pkw gemacht und wollte ausgeruht die letzten 2 Etappen am Sonntag bewältigen. Schlafen oder ausruhen waren in dieser Nacht nicht meine Freunde. Nächtliche Disco-Besucher usw. hielten mich vom richtigen Ausschlafen ab.
Die Motivation aber war wieder da. Heute wollte ich auch ein Jäger sein. 2 Etappen mit sprichwörtlichen Berganstiegen, das sollten meine Stunden sein. Auch den anderen Jägern, besonders die ersten drei, Uli, Björn und Frank wünschte ich gute Beine, denn die Zeitdifferenz aus den letzten Etappen war angestiegen und das Mannschaftsziel, die Yetis vom ersten Platz zu verdrängen, dadurch nicht leichter geworden.
Start in Gelnhausen durch die Altstadt leichter Anstieg und dann kamen die Höhenmeter.
Oh je, Oh je, die Beine, aber es half nichts, jetzt musste ich durch.
Ich sah die Jäger, aber Überholen?
Andere haben auch einmal einen schwachen Tag. Im Ziel war ich zufrieden, auch das eine oder andere Jägergesicht sagten mir: O.K. es lief gut.
Pkw/ Bustransfer Mittagspause und das Wetter in Steinau hatte dunkle Wolken parat. Regen, der legendäre Zieleinlauf an der Burg, alles nass. Sollte der Wettergott die letzte Etappe doch noch versauen?
Beim Start in Bad Orb war das Wetter wieder O.K.
Die letzten Reserven wurden mobilisiert, denn hier waren Berg- und Tal- Laufen in den ersten Kilometern das entscheidende. Danach noch ein langer flacher schattenloser Auslauf, bis ins Ziel. Jetzt kam bei mir der Luser, Beine schwer und ein Durchhänger. Es brauchte lange bis ich den Schw….hund wieder im Griff hatte. Letzter Anstieg bis zur Burg, Ziel.
Erst jetzt hatte ich registriert, dass ich auch die mir gesteckten Ziele erreicht hatte. Ein Platz in der der 3. Yeti-Jäger-Mannschaft.
Wie auch eine Gesamtzeit unter 7 Stunden.
Die Menschenmenge hier im Zielbereich übertrafen so manches andere sportliche Highlight.
Die Siegerehrung konnte dann das gute Abschneiden der Offenbacher Yeti-Jäger aufzeigen. Erste, zweite und dritte Plätze wurden strahlend entgegengenommen.
Für mich was das Glas Apfelwein der krönende Abschluss des Tages.


Name Platz Strecke AK Platz AK Zeit Meldename
Ulrich Amborn 18 82 M50 2 05:29:52 Offenbacher Yeti Jäger
Michael Feind 86 82 M40 33 06:22:02 Offenbacher Yeti Jäger
Anja Kuttich 300 82 WJA 1 07:36:52 Offenbacher Yeti Jäger
Björn Kuttich 4 82 M20 3 05:05:11 Offenbacher Yeti Jäger
Diethelm Kuttich 127 82 M50 21 06:36:00 Offenbacher Yeti Jäger
Siegfied Kühn 311 82 M50 53 07:41:27 Offenbacher Yeti Jäger
Wolfgang Reuter 150 82 M50 23 06:44:01 Offenbacher Yeti Jäger
Wolfgang Sacher 190 82 M50 32 06:55:26 Offenbacher Yeti Jäger
Frank Stephan 3 82 M30 1 05:03:38 Offenbacher Yeti Jäger
Ursula Stoll 213 82 W50 2 07:03:28 Offenbacher Yeti Jäger
Christiane Wedi 244 82 W40 17 07:15:40 Offenbacher Yeti Jäger
Thomas Wedi 32 82 M40 11 05:46:28 Offenbacher Yeti Jäger
Wolfgang Wegert 221 82 M30 43 07:07:41 Offenbacher Yeti Jäger
Roger Winterott 60 82 M50 9 06:09:53 Offenbacher Yeti Jäger



Otto Kopf 155 82 M5 26 06:45:16 Yong Boys Heddernheim



7. Platz Offenbacher Yeti Jäger 1 Frauen Stoll, Wedi Ch., Kuttich A. Zeit 21:56:00

2. Platz Offenbacher Yeti Jäger 1 Männer Stephan, Kuttich B., Amborn Zeit 15:38:41

10. Platz Offenbacher Yeti Jäger 2 Männer Wedi Th., Winterott, Feind Zeit 18:18:23

26. Platz Offenbacher Yeti Jäger 3 Männer Kuttich D., Reuter, Sacher Zeit 20:15:27



Wolfgang Sacher


© Wolfgang Sacher, 08.07.2007

Weitere Info's und Berichte zum Lauf:


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