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Wolfgang Sacher zum 23. DM 100Km-Bad Neuenahr-Ahrweiler (03.11.2009)

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"I swear, I'll never do this again."
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Alle zeigen - Bericht von Wolfgang Sacher zum 23. DM 100Km-Bad Neuenahr-Ahrweiler:
Wolfgang Sacher , 03.11.2009

Vorbereitung Ahrweiler 2009

Ultramarathon im zehnten Jahr.

Zum 10ten Mal sollte es wieder ein Hunderter sein.

Ende des letzten Jahres sind meine Gedanken schon in der Vorbereitung eines neuen 100 Km Laufes gewesen.
So um die Weihnachtszeit, wo auch mein Gewicht sich an der Obergrenze befindet, sind die Emotionen schon wieder beim Training, d.h. beim Abnehmen.
Zum Jubiläum sollte es ein besonderer Lauf sein. Aus dem Internet suchte ich mir dann einen passenden Lauf aus. Die Deutsche Meisterschaft im 100 Km Lauf war vom Termin her nicht wie in der Vergangenheit im Frühjahr, sondern im Herbst vorgesehen. Das kam mir entgegen, weil ich erst Anfang Januar, wie auch in den letzten Jahren, mit dem Training beginnen wollte. Ich hatte meine Planung für das Training zum Ende des Jahres eigentlich schon abgeschlossen.
Mit dieser positiven Einstellung ließ ich die Zügel beim Essen und Trinken sehr locker. Denn zum eigentlichen Training in der heißen Phase langte mir immer ein 6- Monatiger Zeitraum. Der Jahreswechsel kam und mit ihm auch das „ schlechte „ Wetter.
Für mich bedeutete das, dass ich im Januar von einer Erkältung in die nächste viel. Für mich unerklärlich, aber so konnte ich nichts Entscheidendes für mich tun. Dieser Dauerzustand Erkältung/Grippe/Erkältung nahm mir den letzten Nerv. Kein Training war möglich, die Waage war unausstehlich und mein Gemütszustand ließ mich an dieser Situation fasst verzweifeln. Aber die Fehler aus der Vergangenheit wollte ich nicht provozieren. Wenn schon Training dann aber mit gesundem Körper. Gut, es war noch viel Zeit für die Vorbereitung, aber das Gewicht machte mir schwer zu schaffen.
Mitte Januar der erste Laufversuch 9 Kilometer, eine Katastrophe. Ende Januar die 50 Kilometer von Rodgau, konnte ich vergessen. Wieder vergingen Wochen ohne dass ich die Laufschuhe angezogen hatte. Mitte Februar, der nächst Versuch. Wieder 9 Kilometer es war nicht besser. Eine Woche später, der erste Versuch über 13 Kilometer, er war wenigstens unter 7 min. Schnitt. Die nächsten 4 Wochen mussten zeigen wie es um mich stand. Zwei Tage nach einander Training, dann ein Ruhetag. Es „ ging „ gut, schon nach drei Wochen konnte ich vier Tage nach einander laufen. Die Wochenkilometer stiegen, 40 – 50 Kilometer waren jetzt schon erreicht. Ich bin im Training dachte ich, aber mein Gewicht sagte mir noch etwas anderes. Die Laufstrecke musste länger werden. Ende März hatte ich die ersten Zwanziger hinter mich gebracht. Anfang April 25 Kilometer Seligenstadt, mein erster diesjähriger Wettkampf. Zum Glück schaffte ich es unter 6 min Schnitt. Jetzt nicht euphorisch werden, sondern behutsam das Training, wie ich es mir vorgestellt hatte, umsetzen. Lange Einheiten mit anschließendem Ruhetag sind Grundlage für die Ausdauer. Auch meldete mein Gewicht jetzt geht es los. Ende April, Anfang Mai die ersten harten 11 Trainingstage am Stück mit langen Einheiten versehen, zwei Ruhetage und dann den Mainzer Marathon als Training. Ich war wieder bei über 90 Wochenkilometern angekommen. Nächstes Wochenende Marathon Heilbronn, mit Weinproben auf der Strecke. Eine Woche später Marathon Stauffenberg mit 6 Min Schnitt, das war die richtige Probe, ob bis jetzt alles richtig war. Mein Gewicht signalisierte ich bin auf dem richtigem Weg. Vierzehn Tage später Marathon Koblenz unter 4 Stunden. Die langen Einheiten zeigten Wirkung. Vor dem Koblenzer Marathon, der erst gegen Abend stattfand, hatte ich die Gelegenheit genutzt, vormittags mich über die Strecke in Ahrweiler zu informieren. Ein 5 Kilometer Rundkurs, mit vielen kleinen Rampen an der Ahr entlang. So musste ich noch ins Trainingsprogramm „ Rampenlaufen „ aufnehmen. Eine 3 Kilometer lange Strecke mit 2 Rampen ( Rosenhöhe / Autobahnbrücke ) hatte ich als Wendestrecken ausgesucht. Diese spulte ich mehrmals, nach den lockeren Laufeinheiten, die ich mit Moni absolvierte, danach ab. Bis zu unserem Urlaub Ende Juni hatte ich mein Trainingsprogramm ( was davon noch übrig blieb ) umgesetzt.
14 Tage Urlaub wollte ich mir noch gönnen, auch mit den vielen Leckereien, die der Urlaubsort so bietet. Radfahren im Münsterland wunderbar, aber hier gibt es nur Bier! Zur Vorsorge hatte ich mir noch eine Reserve von Apfelwein mitgenommen. Denn nach dem Urlaub war wieder Alkoholsperre, wie auch Kuchen, Schwein in seiner Vielfalt, eben alles was schmeckt, untersagt. Im Urlaub wollte ich aber mich unbelastet den Freuden des Lebens hingeben.
Es war natürlich klar, dass mein Gewicht wie auch meine Muskulatur darunter leiden werden. Nach dem Urlaub, zu Hause angekommen, wollte ich am nächsten Tag auch gleich einen Test machen. Erst mit Moni einlaufen, danach, mal sehen was noch geht. Mit 3 Kilo Mehrgewicht konnte ich eigentlich mit meiner Laufleistung zufrieden sein. Aber trotzdem, jetzt war Schluss mit lustig. Nach meinem Trainingsplan wollte ich in 3 Wochen Anfang August einen 50 Kilometer Trainingslauf machen. 10 Tage am Stück mussten jetzt ihre Wirkung zeigen. Einschließlich mit dem Halbmarathon von Hausen. OK, ich war wieder im Training. Lange Einheiten waren jetzt mein Wochenprogramm. 2 Wochen später wieder ein 50 Kilometer Trainingslauf. Moni war hier echt eine Hilfe, nicht nur mit der Verpflegung per Fahrrad, sondern sie konnte mich auch mental sehr gut aufrichten. Nächstes Wochenende wieder ein 50ziger. Ich merkte inzwischen die enorme Belastung, aber das Laufen wurde besser. Die letzten Wochen waren jetzt ständig über 100 Kilometer pro Woche gewesen. Ende August Marathon in Egelsbach, 3: 45 Stunden, ich war zufrieden. Nächste Woche Marathon in Darmstadt, 3: 45 Stunden, OK, ich war jetzt stabil. Jetzt 4 Wochen vor dem Hunderter konnte ich nur noch einmal eine Woche mit 4 lange Einheiten machen, danach war schon die „ Bremse „ angesagt. Als Kontrollabschluss wollte ich in Neu-Isenburg den Halbmarathon unter 5 min Schnitt laufen, alles OK. Die letzten 2 Wochen sind dann wie im „ Flug „ vergangen. Mein Gewicht hatte sich in der Zwischenzeit auch dorthin bewegt wo ich mit mir zufrieden war. Das Laufen hatte wieder richtig Spaß gemacht! Als Vorbereitung konnte ich jetzt nichts mehr machen, aber ich hatte auch das Gefühl, es war richtig was ich gemacht hatte. Die kleinen Weh- Wehchen der letzten Zeit waren vergessen. Neue Laufschuhe, neue Einlagen, Ischiasnerv usw. alles war jetzt schon Nebensache, auch die vielen Feiern wie auch Einladungen, wo Wasser und Essensdisziplin gefragt waren, sind vorbei. Ahrweiler konnte jetzt kommen ich war bereit.


Wolfgang Sacher




© Wolfgang Sacher, 03.11.2009

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