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Dietmar Frenken zum 6-Stunden von Stein (10.03.2010)

[www.steppenhahn.de/ultramarathon/umbericht.html, 10.2000]
"Anybody running beats anybody walking, and anybody walking beats anybody sitting."
- Tom Bunk
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Alle zeigen - Bericht von Dietmar Frenken zum 6-Stunden von Stein:
Dietmar Frenken , 10.03.2010

ultraloop Stein am 07.03.2010 (6-Stunden-Lauf)

Die Mission:
Nach meinem ersten Start in Stein (2003, 50 km) heuer ein gemeinsamer Lauf mit Trainingspartner und Freund Frank Oesterheld. (2009, 63,8 km; 2008, 60,6 km). Mit unterschiedlichen Ambitionen haben wir das 'Laufabenteuer' mal wieder gemeistert.

Allgemeines:
Bereits im Jahr 1996 ergriff Initiator und Ultraläufer Han Frenken gemeinsam mit Lauffreunden die Initiative in der Ausdauersportgemeinde Stein (bekannt durch den Triathlon und die «Ronde van Limburg`) einen sechs Stunden Lauf zu organisieren. Dieser Lauf findet normalerweise am ersten Sonntag in März statt. Der erste Wettlauf auf der damals noch 2,4 Kilometer langen Steinerbos-Strecke, am 3. März 1996, war ein voller Erfolg. Es wurden enorme Distanzen zurückgelegt, vor allem von den Belgiern Marc Vanderlinden, 91.593 Km. (Weltrekord Senioren) und André Beneens, 89.973 Km. (Weltrekord M40). Bei den folgenden Läufen waren auch diverse auch regionale erfolgreiche Läufer äußerst erfolgreich am Start, z.B. Birgit Lennartz, Anni Loenstadt und Josef Frings (VSV Grenzland Wegberg). Mehr zum Wettkampf unter www.ultraloopstein.nl
Am Start in diesem Jahr neben namhaften Läufer-/innen aus der Ultra-Marathon-Szene (z.B. auch die mehrfache deutsche Meisterin und Weltrekordhalterin Cornelia Bullig) auch der Betreiber der Ultra-Marathon-website Isringhausen Stephan himself (www.steppenhahn.de). Er zeigt, dass man nicht immer bierernst an die Sache herangehen muss sondern auch aus Spaß und Freude ein Ultraläufer werden kann (vor dem Start noch schnelle eine Zigarette drehen..). Überhaupt kann man wieder mal bekräftigen, dass die Starter-/innen viel ruhiger, entspannter und auch freundlicher sind als auf manch' einer 'Wald- und Wiesenveranstaltung wo schon vor dem Start geboxt und geschoben wird. Wahrscheinlich ist aber auch die Grundmotivation für die Teilnahme an Ultra-Veranstaltungen eine ganz andere…

Wir in Stein:
Nach den zunächst angenehmen Temperaturen in der Vorwettkampfwoche begann der Sonntag wie angekündigt mit –3 Grad C, Tendenz trocken aber kalt.
Unser Start erfolgte um 11.00 Uhr, Zeit genug um gemütlich anzureisen und die Formalitäten zu regeln. Weiter wurde der Verpflegungstisch aufgebaut, denn neben der körperlichen Fitness ist der Faktor Ernährung bei dieser langen Zeit immens wichtig. Bekleidung auswählen, mp3-player richten und langsam in Richtung Start bewegen, die anderen Läufer-/innen ansehen und überlegen, warum man nicht doch besser zu Hause geblieben wäre, all das gehört dazu und ist eigentlich doch Teil der üblichen Routine.
Betreut wurden wir von Franks Feuerwehrkollegen Andreas 'Spike' Spieckermann, ebenfalls ein Ultraläufer mit genügend Erfahrung für unsere Anliegen.
Am Start dann immer noch Minusgrade die uns auch den ganzen Tag begleiteten, blauer Himmel aber arg kalt. Gelaufen wurde heuer auf einem flachen Rundkurs von 3,1 km durch und rund um den Steinerbos, i.P. befestigt aber stellenweise holprig. Ein Teil der Runde dazu mit heftigem Gegenwind, der viele Läufer-/innen an ihre Grenzen brachte, d.h. man sah Krämpfe, Gehpausen und Ausstiege in erheblichem Umfang.
Frank spulte seine Runden wie eine Uhr ab, Spike reichte ihm seine Verpflegung nach festgelegtem Muster und nichts konnte ihn davon abhalten, seine Mission an diesem Tag zu erfüllen. Selbst die letzten Meter kurz vor dem obligatorischen Horn nach 6 Stunden nahm er noch mit, trotz des dann notwendigen Stopps in der Windschneise (Nach 6 Stunden wurde die Reststrecke zu den zuvor mittels Zeitmess-Chip registrierten Runden erfasst.)
Ich konnte die ersten 11 Runden alle in ca. 17 Minuten laufen (5:40er Schnitt), schön konstant und ohne Probleme. Gute Musik auf dem mp3-player und Zeit genug viele Dinge des täglichen Alltags zu überdenken. Dann fing das linke Bein rund um das Knie an zu krampfen, das Knie war fast blockiert. An durchlaufen war nicht zu denken, die letzten Runden dann im Mix aus laufen und gehen und nach 5:40 Stunden der letzte Halt am Verpflegungstisch von Spike, relativ windgeschützt und mit einem Campingstuhl bestückt!
Umziehen/duschen, ab ins Auto und als Belohnung eine leckere Portion holländische Pommes mit Frikandel.

Ergebnis:
Frank: 59. Platz; 63,605 km
Dietmar: 121. Platz; 50,878 km

Starter gemeldet: 206 (174 Männer, 32 Frauen)
Finisher: 180

Sieger Männer: . Pieter Vermeersch (Belgien) mit 83 km 962m
Sieger Frauen: Conny Braekman (Belgien) mit 73 km 500m

Fazit:
Ein wie gewohnt klasse organisierter Lauf, persönliche Ziele erreicht und ohne (hoffentlich) nennenswerte Blessuren zufrieden zu Hause angekommen.


© Dietmar Frenken, 10.03.2010

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