Zufälliges Zitat

"This isn't something you die for once. You die eighteen times, every single day"

Trishul Cherns, 1300-Mile-Race

Nächster Ultramarathon

Jan Bergmann , 22. Dezember 2006

Motherroad 100 Meilen von Oklahoma

Der 80. Geburtstag der Route66 war Anlass dafür, in Oklahoma am 11.11.06 einen 100 Milen-Lauf von Arcadia nach Tulsa zu organisieren. Mit 200 Läufern und einer Laufzeit von 30h wurde ein Limit gesetzt.

Ein sehr hügeliges Profil mit ständigen up and down´s hatten es ganz schön in sich. Am Vortag konnte man sich seine Startunterlagen bei Läufer John Hargreve abholen. Eine große Tasche mit reichlich Accessoires. (Ein Stück Asphalt von der Route66, T-Shirt, Laufweste und und und).


Sogar zum Essen wurde eingeladen, bei einen schönen Buffet mit netten Leuten u. Läufern.


Um 7:00 morgens bei Sonnenschein ging es in Arcadia an der historischen Scheune „Round Barn“ los. Eine ca.13km lange Pendelstrecke (in gegen gesetzter Richtung) musste gelaufen werden, um die 100M bis Tulsa (Sapulpa) komplett zu kriegen.


Der Verkehr hielt sich in Grenzen. Nur dort wo wir uns den Orten (Städte) oder Highways näherten, wurde es dichter. Die Verpflegungspunkte (so alle 8 – 10 Meilen) waren reichlich und liebevoll gedeckt. An drei V.P. mussten wir uns wiegen, um sicher zu gehen, dass man genügend trinkt und isst.

Das Läuferfeld zog sich schon schnell auseinander und das Wetter zeigte sich bei ca.22 Grad von seiner besten Seite.


Es lief ganz gut bei mir, aber ich wusste genau, dass bei Anbrechen der Dunkelheit die 100M erst richtig anfangen würden: Und so war es auch!

Die Sonne sank, die Nacht und vor allem die Kälte kam: Minusgrade. Zum Glück hatte ich einen Crewbegleiter (meinen Vater), der mich unterwegs aus unseren Mietwagen zusätzlich mit warmer Kleidung etc. versorgte.

Die Schritte wurden langsamer, der Verkehr nahm ab, aber mein Wille anzukommen war immer noch da!

Um 5:05 morgens nach 22 Std.5 min kam ich total durchgefroren bei meinem 100M Debüt ins Ziel. Liebevoll nahmen mich zwei Leute im Empfang und überreichten mir ein Andenken und eine Urkunde. Leider gab es im Ziel keine Pritschen und Duschen.

Nur ein Fastfoodrestaurant, in dem man sich aufwärmen und stärken konnte. 100 Männer und 20 Frauen erreichten das Ziel.

Ich möchte mich hierbei ganz herzlich bei Dan Threlkeld, dem Racedirektor, und bei den vielen freiwilligen Helfern, die besonders nachts in der Kälte uns (liebevoll) unterstützt haben, bedanken.

Es lohnt sich, einmal in den Staaten zu laufen.

All Thank`s Jan Bergmann


© Jan Bergmann, 22. Dezember 2006

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