Zufälliges Zitat

"Ich bin krank, aber nit so krank, dass ich nit 24-stunden laufen könnte"

Stefan Schlett, erkältet in Wörschach

Nächster Ultramarathon

Alle zeigen - Bericht von Heiko Rammenstein zum Berliner Vollmond-Marathon:
Heiko Rammenstein , 21.08.2014

1. Berliner Vollmond-Marathon am 09.08.2014

Unsere Hauptstadt ist reich an sportlichen Aktivitäten, und auch der Laufkalender steckt voller Veranstaltungen und Überraschungen. Der Berlin-Marathon, der alljährlich Ende September stattfindet und als Deutschlands größtes Laufevent mehrere Zehntausend Teilnehmer in seinen Bann zieht, ist jedem, der sich für den Marathonsport begeistert, ein Begriff. Mein Hobby wollte ich mit dem Urlaub verbinden und suchte mir daher einen Lauf in der 2. Augustwoche heraus. Dass ein kleiner Trägerverein ausgerechnet in dieser Zeit, nämlich am 9. August, den 1. Berliner Vollmond-Marathon ausschrieb, kam mir gerade recht. Mit dem erwähnten großen Berlin-Marathon hatte dieses Ereignis sehr wenig gemeinsam. Die Maximalgrenze von 200 Teilnehmern hielt es fast schon im familiären Rahmen. Die Streckenlänge lag mit den angegebenen 43,127 km um fast einen km über der normalen Distanz. Außerdem fand es nicht in Berlins Mitte statt und legte daher nicht die halbe Innenstadt lahm. Stattdessen führte der Kurs durch den Nordwesten, wobei in der Ausschreibung und auch vor Ort darauf hingewiesen wurde, dass bei den wenigen Straßenquerungen unbedingt auf den Autoverkehr zu achten sei und an einigen Stellen die Fußgängerampeln nur bei grün zu passieren seien. Zudem handelte es sich nicht um eine rein kommerzielle Veranstaltung, sondern um einen Unterstützungslauf für die Kindertrauergruppe des Johannes-Hospizes in Berlin-Spandau. Ferner war das Mitführen von Stirnlampen unbedingt vorgeschrieben, da mit fortschreitender Dauer die Dunkelheit hereinbrechen würde. Als wie wertvoll sich dieses Utensil erweisen würde, sollte sich noch zeigen.

Die Tage vorher verbrachte ich in der odermärkischen Kreisstadt Seelow, wo eine Schwester meiner Frau wohnt. In den Fokus der Weltöffentlichkeit geriet diese unweit der polnischen Grenze gelegene Stadt vor 69 Jahren, als an vier Apriltagen des Jahres 1945 – vom 16. bis 19. – die Schlacht um die Seelower Höhen tobte, in der deutsche Truppen in einem verzweifelten Kampf den Vormarsch sowjetischer und polnischer Einheiten zu verhindern suchten. Die Gedenkstätte Seelower Höhen erinnert an die verlustreichen Kämpfe. Nach einem meiner Morgenläufe durch die Odermark besuchte ich deren Außenanlagen mit Gräberfeldern und Ehrenmal und an einem Nachmittag auch das dazugehörige Museum. So war zu erfahren, dass der Boden ringsherum noch immer munitionsbelastet ist und auch in der Nachkriegszeit immer wieder Minenopfer zu beklagen waren. Wäre mir das früher bewusst gewesen, hätte ich, als ich die Gegend läuferisch erkundete, die breiten Wege besser nicht verlassen und die schmalen Pfade kreuz und quer durch Wald und Flur vermieden.

Am Freitag, dem Vortag des Marathonlaufs, verlagerten wir unseren Aufenthaltsort in die gut 70 km entfernte Hauptstadt, und zwar in den Ostberliner Stadtteil Hohenschönhausen. Einen Tag später zeigte sich das Wetter nach zuvor hochsommerlichen Temperaturen etwas gemäßigter. Als ich am Nachmittag von meinem Quartier aus aufbrach, war es sonnig, leicht bewölkt und etwa 25 Grad warm. Mein Ziel war das Sport Centrum Siemensstadt im Westberliner Bezirk Spandau. Dank des hervorragend ausgebauten Netzes der Berliner Verkehrsbetriebe gelangte ich mittels Straßen-, S- und U-Bahn problemlos bis zum U-Banhof Rohrdamm. Als ich die Treppen hochstieg, um diesen zu verlassen, war ich sehr überrascht. Während meiner Fahrt unter Tage hatte sich das Wetter gehörig gewandelt. Ein heftiger Regen, begleitet von starkem Wind, ging hernieder. Trotzdem verzichtete ich auf den Bus und legte die restlichen fast anderthalb Kilometer bis zum Waldstadion in der Buolstraße 14 per Pedes zurück. Noch bevor ich den Veranstaltungsort erreichte, ließ der Niederschlag in seiner Intensität nach.

Im Foyer der Sportanlage wurden wir Läufer herzlich von den Betreuern und den Kindern der Hospiztrauergruppe, unter ihnen Halb- und Vollwaisen, willkommen geheißen. Nach Aushändigung der Startunterlagen konnten wir uns in den Katakomben umziehen und durch die Sporthalle den Weg nach draußen beschreiten. Inzwischen hatte der Regen gänzlich aufgehört. Schon lugte die wärmende Sonne durch die Wolken und ließ die Hoffnung steigen, dass im Verlauf des Abends die Bewölkung vollends verschwinden werde, um freie Sicht auf den zu erwartenden Vollmond zuzulassen.

Frank-Ulrich Etzrodt, von Freunden liebevoll Etze genannt, begeisterter Ultraläufer und Initiator des 1. Berliner Vollmond-Marathons, begrüßte uns als Sprecher im Stadion. Eine Blaskapelle sorgte mit ihren Klängen für eine heitere Stimmung. Etwas getrübt wurden die sprachlichen Gewandtheiten und der musikalische Genuss durch die nahezu im Minutentakt über das Gelände hinwegdonnernden Flugzeuge, lag doch der Tower des Flughafens Tegel nur zwei Kilometer Luftlinie vom Stadion entfernt. Als bekanntester Starter der etwa 130 anwesenden Läuferinnen und Läufer, unter denen ich nicht der einzige Berlin-Urlauber war, galt der Gewinner des 1. Berlin-Marathons, Günter Hallas, der vor 40 Jahren den Sieg davongetragen hatte. Damals bewegten sich die Meldezahlen mit unter 300 Teilnehmern noch im äußerst bescheidenen Rahmen, und die Strecke verlief zu jener Zeit durch den Grunewald. Begrüßt wurde aber auch die Frau mit den weltweit am meisten gelaufenen Marathons, Sigrid Eichner, die nunmehr ihren 1833. Marathonlauf (!) in Angriff nahm. Ebenfalls sehr erfreut war der Veranstalter über die vorher nicht angekündigte und deshalb überraschende Teilnahme des Landrates vom Landkreis Oberhavel, Karl-Heinz Schröter. Schließlich führte der Lauf von km 21 bis km 30 durch sein Revier, nämlich von Berlin-Reinickendorf in das Land Brandenburg. Einen symbolischen Riesenscheck in wenigstens DIN A3-Größe über 1.000 Euro aus Spenden- und Startgeldern überreichte Etzrodt an eines der Kinder aus der Trauergruppe, das sich mit einer seiner Betreuerinnen sehr darüber freute.

Bevor wir ins Rennen geschickt wurden, bekamen wir noch einige Hinweise mit auf den Weg. Jeder Kilometer sei gut markiert, und noch am Morgen seien die Organisatoren die Strecke mit dem Fahrrad abgefahren, um Kreidepfeile und rot-weiße Flatterbänder anzubringen. Die DLRG von Berlin und Hennigsdorf, die im Abstand von jeweils 5 km Versorgungsstellen bereithielten, übernahmen die Streckenbetreuung.

Pünktlich um 18 Uhr fiel der Startschuss, den wir alle mit Applaus bedachten. Nach einer halben Runde auf der Tartanbahn entgegen der üblichen Laufrichtung verließen wir das Stadion an seinem nordwestlichen Ausgang. Wir durchquerten ein Kleingartengelände und liefen an dessen nördlichen Rand entlang auf eine Straßenkreuzung bei km 1 zu. Das vordere Drittel, in dessen Mitte ich mich bewegte, überquerte die von der Polizei geregelte Kreuzung geradeaus in westlicher Richtung. Wir hatten etwa 150 Meter auf diesem Weg zurückgelegt, als plötzlich ein vielstimmiger Chor von hinten ertönte: “Halt! Zurück!” Die ganze voreilige Meute hatte den entscheidenden Pfeil verpasst, der den Richtungswechsel nach Norden anzeigte. Das Rennen fing ja prächtig an! Die Gartenfelder und die Tegeler Brücke überspannten die beiden Arme des Spandauer Schifffahrtskanals. Allmählich kämpften wir uns von hinten durch die Reihen der aufmerksamen Mehrheit, die keinen Umweg in Kauf zu nehmen brauchte. Als wir am jenseitigen Ufer des Kanals in nordwestlicher Richtung am Rande einer Gartenkolonie entlangliefen, war die alte Reihenfolge wieder halbwegs hergestellt. Kurz nach dem Kilometerschild 3 erreichten wir westlich des Forstes Jungfernheide das Südufer des Tegeler Sees. Vom Uferweg aus hatten wir einen herrlichen Blick auf dieses von der abendlichen Sonne beschienene Gewässer. Auf dem See tummelten sich Motor- und Segelboote. Kanuten, Ruderer und Angler übten ihren Sport aus und Badegäste schwammen im Wasser. Während der nächsten 10 km durch den Berliner Bezirk Reinickendorf umrundeten wir den See bis zum Havelbecken. Dabei blieben wir immer in Ufernähe und teilten uns die teils schmalen Wege mit Radfahrern und Spaziergängern. Der Bodenbelag bestand zu einem großen Teil aus weichem Waldboden. Nach km 6, die erste Verpflegungsstelle lag schon hinter uns, mussten wir eine Treppe mit zwei Absätzen besteigen. Sie führte auf eine Brücke, die einen Zufluss des Sees überspannte. Es sollte im weiteren Verlauf nicht das einzige derartige Hindernis bleiben.

Eine von mehreren schräg versetzten Barrieren, die das Durchfahren von Fahrzeugen verhindern sollten, wurde von einem rechts neben mir laufenden Teilnehmer übersehen. Geräuschvoll stieß er gegen diese metallene Barrikade, woraufhin alle in der Nähe sich besorgt nach seinem Wohlbefinden erkundigten. Zum Glück blieb er verletzungsfrei und konnte weiterlaufen.

Bei der Streckenorientierung galt offenbar das Prinzip: Immer der Nase nach! Als Ortsfremder musste ich, mussten auch die anderen darauf vertrauen, dass die Marschroute an Abzweigen, wo keine Pfeile zu entdecken waren, einfach geradeaus weiterführte. Denn unzählige Wege und kleine Pfade trafen von rechts und von links auf unseren Kurs, die uns wegen fehlender Markierungen oftmals zweifeln ließen, bis irgendwann das nächste Kilometerschild auftauchte, welches uns die Gewissheit verschaffte: Wir hatten uns nicht verlaufen.

Die faszinierende Gewässerlandschaft fand im Anschluss an den Tegeler See ihre Fortsetzung bei der Umrundung der Havel, die uns in den äußersten Nordwesten führte. Bei der Halbmarathonmarke verließen wir die Stadtgrenze Berlins und liefen durch das Stadtgebiet der brandenburgischen Kleinstadt Hennigsdorf. Hier trafen wir auf den Berliner Mauerweg, der in seiner Gesamtheit auf 160 km den Verlauf der Grenzanlagen der ehemaligen DDR zu Westberlin kennzeichnet. Am 16. und 17. August findet als Erinnerung an die Teilung Berlins und das Leid der Opfer die 3. Ausgabe der “100 Meilen Berlin” statt, auch bekannt als “Mauerweglauf”. Wir folgten auf neun Kilometern diesem Weg westlich der Havel, bis wir bei km 30 wieder den Bezirk Spandau erreichten und damit Berlin.

Inzwischen war es schon dämmerig geworden. Wir kamen in den Genuss eines traumhaften Sonnenuntergangs. Bei km 31 befand ich mich auf einem Rad- und Fußweg und sah linker Hand die Havel, rechter Hand die Kleingartenanlage des Ortsteils Hakenfelde im Spandauer Forst. Plötzlich riefen mir Spaziergänger mahnende Worte zu: “Achtung! Vorsicht!” In breitester Mundart berlinerte ein Einheimischer: “Jleich werdet'a awer loofen, wa?” Kurze Zeit später verstand ich den Grund der Aufregung. Eine Wildschweinrotte von fünf oder sechs Tieren wühlte kaum 40 Meter von mir entfernt im Gras, gleich neben einem Gartenzaun. Sie fühlten sich aber durch uns Läufer und durch die Spaziergänger nicht gestört und blieben friedlich, unbeirrt ihre Nahrungssuche fortsetzend. Dass Wildtiere die Randbereiche der Hauptstadt längst erobert haben, war mir aus einschlägigen Berichten schon bekannt. Nun wurde ich selbst Augenzeuge dieses Phänomens, das glücklicherweise folgenlos blieb. Auch von den anderen Teilnehmern kamen mir keine unangenehmen Zwischenfälle zu Ohren. Viele von ihnen hatten die Schwarzkittel nicht einmal bemerkt, als es noch dunkler geworden war.

Keine zwei Kilometer entfernt waren wir bei km 32 vom Johannes-Hospiz Berlin-Spandau, wo die Kindertrauergruppe ansässig ist, der der Erlös des Vollmond-Marathons zugute kommt. Ratlos stand ich an einer doppelarmigen Wegkreuzung, unschlüssig über die einzuschlagende Richtung. Trotz der zuvor eingeschalteten Stirnlampe hattte ich wohl den entscheidenden Pfeil übersehen, falls es ihn gab. So wartete ich auf die nächstfolgenden Läufer, die tatsächlich wenig später heranliefen, und hatte Glück. Ein echter Kenner der Strecke wies mir den richtigen Weg. Was kümmerte mich der Zeitverlust? Meine Frische von der ersten Streckenhälfte hatte ich längst verloren und wollte einfach nur noch im Ziel ankommen.

Wenig später bewegte ich mich über eine Freifläche auf die Havel zu, die der Kurs zwischenzeitlich verlassen hatte. Von dort aus war der Vollmond in seiner ganzen Leuchtkraft am östlichen Himmel zu bewundern, in dessen Richtung ich nun strebte. So hatte der Namensgeber der Veranstaltung seine Schuldigkeit getan und mir eine stille Freude bereitet.

Besonders schön anzusehen und außerordentlich pittoresk waren auch die beleuchteten Spandauer Inselchen, Buchten und Wasserstraßen rings um den südwestlichsten Punkt unserer Tour entlang der Havel. Selbst zu der fortgeschrittenen Stunde jubelte uns eine Menge an Kindern und Erwachsenen am Verpflegungspunkt bei km 35 zu, und auch an anderen Streckenpunkten wurden wir immer wieder freundlichst empfangen. Überhaupt blieb diese Begeisterungsfähigkeit eine Konstante, die uns auf dem gesamten Weg begleitete.

Zwei Brücken brachten uns über die Insel Eiswerder auf die östliche Havelseite, an dessen Ufer wir zwei Kilometer nordwärts liefen. Ein schmaler Trampelpfad mit beiderseits hoch gewachsenem Gras, Brennnesseln und Buschwerk lag in völliger Dunkelheit. Ohne Stirnlampen wären wir rettungslos verloren gewesen. Nicht nur dass wir die Richtungspfeile nicht hätten entdecken können, uns wären auch diese verschlungenen Wege verborgen geblieben. Trotzdem wollte ich mich nach dem überwundenen Dickicht bei einigen jungen Leuten vergewissern, die sich am Ufer aufhielten, ob sie andere Läufer auf der Spandauer Havelpromenade gesehen hätten. Nach anfänglichem Zögern wurde diese Frage eher halbherzig bejaht, und als ich meinen Weg fortsetzte, war ich ziemlich verunsichert. Umso erleichterter war ich, als ich wenig später die nächste kleine Versorgungsstelle erreichte. Es sollte die letzte auf der Strecke sein. Sie befand sich knapp vier Kilometer vor dem Ziel, unterhalb der Wasserstadtbrücke, die die Havel überspannt. Nicht lange danach hatte ich den Spandauer Schifffahrtskanal erreicht.

Finster lag der Uferweg vor mir, nur beleuchtet durch meine Stirnlampe. Eine Brücke überspannte den Weg, aber ich folgte der zuvor eingeschlagenen Richtung, da ich eine anderweitige Markierung nicht erspäht hatte. Auf das Kilometerschild 41 hoffend, blieb ich auf diesem Kurs, bis der Zweifel Überhand gewann und ich nach einem halben km hinter der Brücke umkehrte. Als ich mich ihr in umgekehrter Richtung näherte, sah ich schon von Weitem zwei Läufer mit Stirnlampen darüber laufen. Und wirklich, bei genauerer Betrachtung entdeckte ich den Pfeil, der mir vorher entgangen war und mich nun auf die Brücke schickte. Wieder einen Kilometer verschenkt! Auf der anderen Seite tauchte auch das ersehnte Kilometerschild 41 auf.

Die letzten zwei km verliefen nun so wie die ersten, nur andersherum. Bei der Marathonmarke kam eine festliche Stimmung auf, denn lauter kleine Lampions säumten den Weg. Gartenfreunde der Kolonie am Hohenzollernkanal, wie der Spandauer Schifffahrtskanal früher hieß, erfreuten uns mit dieser Illumination. Nun war es nicht mehr weit. Es folgten Tegeler Brücke, Gartenfelder Straße und die gleichnamige Brücke. An der Kreuzung zum Saatwinkler Damm war jemand extra dazu beordert worden, die Fußgängerampel für uns Läufer auf grün zu schalten. So konnte ich ohne Wartezeit diesen Überweg passieren. Die Kleingartenanlage beim Stadion war wiederum in nächtliche Dunkelheit gehüllt, die mein Lämpchen nur schwach erhellte. Nichtsdestotrotz waren die weißen Kreidepfeile in dessen Schein gut auszumachen. Wenig später hatte ich schon die vom grellen Flutlicht erleuchtete Tartanbahn des Stadions im Sport Centrum Siemensstadt erreicht, den Ausgangspunkt meiner vierstündigen Tour. Nach den allerletzten 200 Metern durchlief ich das Ziel und wurde wie alle anderen vor und nach mir namentlich vom Sprecher beglückwünscht. Auf meiner durch Irrwege um 1,5 km verlängerten Strecke über 44,6 km, die offiziell nur 43,127 km maß, hatte ich 4:02:55 Stunden gebraucht und war als 4. der M45 ins Ziel gekommen.

Dort erwarteten mich Medaille, Zielverpflegung und eine gelöste Stimmung. Trotz der kleineren Mehrwege und Streckenunsicherheiten hatte ich eine spannende und abenteuerliche Laufveranstaltung entlang einer wunderschönen Seen- und Waldlandschaft bei bestem Wetter, mit lauter freundlichen Organisatoren und netten Teilnehmern hinter mir, mit deren Erlös zudem noch ein guter Zweck unterstützt wurde. Die Kinder und Betreuer des Spandauer Trauerhospizes dankten es uns. Der Rückweg mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nach Hohenschönhausen endete erst nachts um ein Uhr. Es war wenig verwunderlich, dass ich nach der glücklich überstandenen Strapaze in einen tiefen, erholsamen Schlaf fiel.

Wegen der Nähe zur Erde erscheint der Vollmond nur alle 13 Mondphasen so groß, dass man ihn als “Vollmond des Jahres” bezeichnen kann. Für den 29. August 2015 ist der 2. Berliner Vollmond-Marathon geplant. Wie der Zufall es will, liegt auch dieser Termin, den ich mir schon vorgemerkt habe, in den hessischen Sommerferien. Der nächste Berlin-Aufenthalt wird mich mit einiger Sicherheit wieder nach Spandau führen, um meinen Start bei diesem kleinen aber feinen Event zu wiederholen.


© Heiko Rammenstein, 21.08.2014

Weitere Info's und Berichte zum Lauf:


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