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20:05Uhr und eine No-SEX-Zeit

oder der Rheintal-Ultra war wieder wunderschön :-)

http://www.steppenhahn.de/ll/ru2004.html 10.2004

20:05 Uhr

Gegen 18:00 Uhr traf ich am Koblenzer Bahnhof ein und wurde von Passtschon98 Webmaster Gunter empfangen und zur JH Ehrenbreitstein hochkutschiert. Einchecken, Sachen ablegen und dann vor der Tür den abendlichen Ausblick geniessen.
Gunter wollte mich supporten - und ein guter Support fängt bekanntlich beim vorabendlichen "Carbo-Loading" an. Gunter war bestens ausgerüstet, er machte Fotos und ich kümmerte mich um die Kohlenhydrate. Hier gibts einen Schnappschuß von 20:05Uhr:

Rheintal-Ultra 2004
Jede Freude ohne Alkohol ist Kuenstlich (Eric Tuerlings)

20:05 Uhr, da haben wir schon etwas lächeln müssen - schliesslich waren es gefühlte 23:00Uhr. Aber so mussten wir unseren Standort dann noch in das JH-eigene Bistro verlegen - weil Mensch will ja auch mal Abendbrot! Und nach dem Abendbrot darf dann auch der Supporter schonmal:

Rheintal-Ultra 2004
Aber alles hat mal ein Ende...
Rheintal-Ultra 2004Rheintal-Ultra 2004
...weil Morgens am Deutschen Eck will ich ja auch mal GROSS sein!!
Rheintal-Ultra 2004Rheintal-Ultra 2004
Unser Meister gibt uns noch ein paar schöne Worte mit auf den Weg...und los gehts!
Rheintal-Ultra 2004
Mit Sméagol (später 3. in 5:27:35!),
Rheintal-Ultra 2004Rheintal-Ultra 2004
FunRunny, bschneiter al. bugs bunny, notcrazyisnotnormal und Conny, Rennhamster h.c. sind einige Steppenhühner fotografisch dokumentiert :-)
Rheintal-Ultra 2004Rheintal-Ultra 2004
Und Neu-Steppenhuhn Klaus spielte eine besondere Rolle im weiteren "Rennverlauf" des Steppenhahns.
Rheintal-Ultra 2004
Aber zunächst ein paar Worte zu Steppenhuhn Jürgen: Der gute Mann (rechts der, mit der roten Jacke!) war um 2:00Uhr (also ziemlich Nachts!!) zuhause mit Fahrrad und Proviant-Anhänger losgefahren um die LäuferInnen von Koblenz bis nach Bingen zu begleiten (und zu versorgen!) und anschliessend mit dem Rad wieder Heim zu fahren!

Danke!!

Und dann zurück zur Sonderrolle:
Beim Marathon bekam ich von Gunter eine Zigarette und die Info, dass ich, wenn ich vor Klaus bleiben würde, an den nächsten Verpflegungsstellen auch eine kriegen würde....
Rheintal-Ultra 2004Rheintal-Ultra 2004
Darauf musste ich mich intensivst mit Klaus besprechen und...
Rheintal-Ultra 2004Rheintal-Ultra 2004Rheintal-Ultra 2004
dann abflitzen wie nix...
Rheintal-Ultra 2004
...und schliesslich in der Sonne auf weichem Sitzkissen am nächsten Verpflegungspunkt die Belohnung geniessen (ihr erratet nie, was in dem Becher ist ;-))
Und dann war da noch die Geschichte mit dem SEX! Wolfgang hatte auf der ganzen Strecke nette Zettel verteilt, so z.B. bei km<10, da wo rechts ab die Brauerei ist, da war ein Zettel mit durchgestrichenem Bierglas und Pfeil in die "richtige" Richtung oder bei km60+ "Wo du keinen Hungerast hattest, da warst du nicht wirklich". Einige Zettel hab ich auch wohl durch mein "viel auf den Boden Gucken" (hatt ich eigentlich noch gar nicht von den Schmerzen in meinen Beinen erzählt?? Na egal, ist ne andere Geschichte...) übersehen, aber gerade dieses brachte mir die auf den Asphalt aufgesprühten Buchstaben S E X (wobei ich aufgrund des relativ verwitterten Zustandes mal denke, dasses nicht von Wolfgang gesprüht wurde). 2mal hab ich wohl drauf geschaut und dann ganz laut SEX geschrien. Worauf das Supporter-Hirn zu arbeiten begann: Für ne Zigarette mehr hatt er den Klaus hinter sich gelassen, was passiert erst bei SEX_Aussichten??? "Ey, Stephan, also, wenn du unter 8h bleibst, dann darfst du wegen mir heute noch SEX haben, wenn du aber über 8h, dann herrscht striktes Verbot." -"Okay".
Rheintal-Ultra 2004
8:04:37 - Die No-Sex-Zeit
Rheintal-Ultra 2004
Zum Ausklang gabs für mich wieder Worte des Meisters (und ein Weizenbier - dank an Jürgen!) und für euch gibts eine Sage:
Rheintal-Ultra 2004- die 2 Brüder

DIE BRÜDER

Auf den nachbarlichen Burgen Sternfels und Liebenstein am Rhein wohnten zwei Brüder, die waren sehr reich und hatten die Burgen stattlich von ihres Vaters Erbe erbaut. Da ihre Mutter starb, wurden sie noch reicher, beide hatten aber eine Schwester, die war blind, mit der sollten nun die Brüder der Mutter Erbe teilen. Sie teilten aber, da man das Geld in Scheffeln maß, daß jedes ein volles Maß nach dem andern nahm, und die blinde Schwester fühlte bei jedem, daß eines so richtig voll war wie das andere; die arglistigen Brüder drehten aber jedesmal, wenn es ans Maß der Schwester ging, dieses um und deckten nur den von schmalem Rand umgebenen Boden mit Geld zu, da fühlte die Blinde oben darauf und war zufrieden, daß sie ein volles Maß empfing, wie sie nicht anders glaubte. Sie war aber gottlos betrogen, dennoch war mit ihrem Gelde Gottes Segen, sie konnte reiche Andachten in drei Klöster stiften, zu Bornhofen, zu Kidrich und Zur Not Gottes. Aber mit dem Gelde der Brüder war der Unsegen für und für; ihre Habe verringerte sich, ihre Herden starben, ihre Felder verwüstete der Hagel, ihre Burgen begannen zu verfallen, und sie wurden aus Freunden Feinde und bauten zwischen ihren nachbarlich gelegenen Burgen eine dicke Mauer als Scheidewand, deren Reste noch heute zu sehen sind. Als all ihr Erbe zu Ende gegangen, versöhnten sich die feindlichen Brüder und wurden wieder Freunde, aber auch ohne Glück und Segen. Beide bestellten einander zu einem gemeinschaftlichen Jagdritt, wer zuerst munter sei, solle den andern Bruder frühmorgens durch einen Pfeilschuß an den Fensterladen wecken. Der Zufall wollte, daß beide gleichzeitig erwachten, beide gleichzeitig die Armbrust spannten, im gleichen Augenblick den Laden aufstießen und schossen und daß der Pfeil jedes von ihnen dem andern in das Herz fuhr - das war der Lohn ihrer untreuen Tat an ihrer blinden Schwester.

Andere erzählen, es habe das Geschick nur den einen Pfeil eines der Brüder dem einen der Brüder in das Herz gelenkt, darauf sei der andere zur Buße nach dem Heiligen Grabe gepilgert und im Morgenlande verstorben. Noch andere haben neue Märlein über das feindliche Brüderpaar ersonnnen, denen Kundige es auf den ersten Blick ansehen, daß sie früher nie als Sagen im Volke lebten.

Quelle: Ludwig Bechstein, Deutsches Sagenbuch, Leipzig 1853

Ja, diese Geschichte erzählte mir FunRunny unterwegs und wer ohne hinfahren noch mehr über die Gegend erfahren möchte, der ist mit den beiden Links bestens bedient: http://www.welterbe-mittelrheintal.de/
http://www.loreleytal.com/

  • Nachtrag I: Der Gunter war extra am Vorabend schon angereist und hat mich die ganze Zeit vom Fahrrad aus supportet. Und das ist bei LäuferInnen meiner Geschwindigkeitsklasse schon mal per se kein leichter Job. Wenn dann noch eine Lottofee ne zeitlang hinter uns fährt, der Steppenhahn grinsend vor sich hinläuft und hinterher sagt "Hach wie schön, mal wieder eine Frauenstimme zu hören" - das führt natürlich auch nicht zu einem Super-Supporter-Glücksgefühl ;-)
    Dann trotzdem immer bei der Sache zu bleiben und einige Gehpausen zu verhindern und immer gute Laune auszustrahlen und den Läufer erfolgreich ins Ziel zu bringen -

    Danke Gunter!

  • Nachtrag II: Gar wenig war die Rede vom Lauf selbst, vom Nebel, der Morgens erstmal wunderschön auf den Höhen lag, von der SOnne, die sich hier und da einen Weg durch die Wolken bahnte (um dann durchweg zu strahlen), von der liebevoll mit Wolfgangs Zettel zusätzlich markierten Strecke, von der wunderschönen Landschaft, den zusätzlichen mobilen Fahrrad-Versorgungsstellen, den überhaupt netten Verpflegungsstellen undundund - UND obwohl der Lauf lange Zeit direkt an der Strasse lang geht (ist halt eng im Rheintal) - ein unbedingtes MUSS für jeden Landschaftsläufer!

Und dann hat der Meister auch noch nen paar Fotos von...

Step beim Rheintal-Ultra 2004

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18919 Zugriffe seit dem 14.10.2004, © Stephan Isringhausen

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